Zehn Thesen zur Landschaftskommunikation

September 2008

Landschaft ist angeeignete Natur.

Diese Aneignung kann praktisch durch Nutzung, theoretisch durch Forschung, ästhetisch durch Kunst erfolgen.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Landschaft ist geteilter Raum.

Über Landschaft gibt es kein Monopol, Monopole sind nur über Flächen möglich.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Das Wissen von der Landschaft ist heterogen.

Landschaft kann nur aus einer Vielfalt an Perspektiven heraus verstanden werden.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Landschaft ist
Ungleichzeitiges im Gleichzeitigen.

Ihre Aneignung findet zwischen Subsistenzwirtschaft und Hochtechnologie statt.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Landschaft ist gegeben.

Sie ist das, was wir als Gegenstand der Erfahrung und Beschreibung vorfinden.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Kulturlandschaft ist gewollt.

Sie ist das, was durch die Ansprüche von Menschen an ihr Habitat entsteht.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Kulturlandschaft ist nicht ohne Auseinandersetzungen denkbar.

Denn die Ansprüche der Menschen an ihr Habitat sind nicht allein biologisch determiniert.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Die Auseinandersetzungen um Kulturlandschaft haben einen
Gradienten.

Dieser reicht von existenziellen Fragen des Überlebens bis zu individuellen Glücksansprüchen an den geteilten Raum.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Werden die Auseinandersetzungen um die Kulturlandschaft ausgetragen, entstehen Diskurse.

In diesen Diskursen können sich dauerhaft nur Positionen behaupten, die überzeugend ein allgemeines Interesse vertreten.

Thesen zur Landschaftskommunikation

Landschaftskommunikation ist die Analyse und Gestaltung kulturlandschaftlicher Diskurse.

Thesen zur Landschaftskommunikation