Kulturproduktion als Beitrag zur Regionalentwicklung. Neun längere Thesen über Gelingensbedingungen von zeitgenössischer Kulturarbeit im ländlichen Brandenburg
Erarbeitet auf der Grundlage von zwei Gesprächsrunden im Gelben Salon des Oderbruch Museums Altranft Ende 2025 im Rahmen des Forschungsprojektes „LANDKULTUREN: Teilhabe – Zukunft“ (LaKuTeZu) der BTU Cottbus
Mit der Überschrift dieses Thesenpapiers sind zwei wichtige Eingrenzungen vorgenommen: Es ist nicht beschreibend vom weiten Feld gegenwärtiger kultureller Verhältnisse in ländlichen Räumen Brandenburgs die Rede, dafür wäre eine gesonderte Studie nötig. Im Mittelpunkt steht das Gelingen von Kulturarbeit in diesen Räumen, also von bezahlter Arbeit, „die der Förderung der kulturellen Betätigung dient“ (1). Kulturarbeit ist demnach ein unterstützendes Angebot, kulturell aktiv zu werden. Wer diese Angebote unterbreitet und/oder Hilfe gibt (oder gewährt), in welchen Formen sie sich finden und wer sie in Anspruch nimmt oder nehmen darf, ob sie sich direkt an einzelne Menschen – im Sinne der Verbesserung des eigenen kulturellen, künstlerischen Vermögens – oder an Kulturvermittler richten, um deren Arbeit zu ermöglichen, sind Fragen, die Gesellschaften kulturpolitisch klären. Diese Klärung ist in hohem Grad davon abhängig, was die handlungsmächtigen kulturpolitischen Akteure unter Kultur und kultureller Betätigung verstehen, bezogen auf ihren Bereich fördern möchten und durchsetzen können. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es eigenständige Kulturämter auf kommunaler Ebene unterhalb der Landkreise nur in größeren Städten wie Neuruppin, Eberswalde, Schwedt u. a. gibt, und im ländlichen Raum Fragen der Kultur, Kulturpolitik und -verwaltung in den Kleinstädten, Ämtern oder Gemeinden meist von einer Mitarbeiterstelle neben anderen Fragen wie Kita, Schule, Tourismus und so weiter bearbeitet werden. Die Verwaltungsspitzen sind diejenigen, die kulturpolitisch in der Verantwortung stehen, das Feld der Kultur als freiwillige Aufgabe zu gestalten. (2)
Im föderal und subsidiär verfassten kulturpolitischen System der Bundesrepublik gelten andere Prämissen als in der DDR, deren Kulturverständnis vor allem in den älteren Generationen gegenwärtig aktiver Kulturakteure – auch im Sinne der bewussten Abgren-zung – noch immer nachschwingt. Auf einen weiteren, auf die gesamte Lebensweise der Menschen ausgerichteten Kulturbergriff, folgt ein engerer, der auf die Eigenständigkeit und Freiheit von Kunst und Kultur setzt. Der Input von Steffen Schuhmann für die zweite Gesprächsrunde zu den – noch heute vorhandenen – DDR-Kulturhäusern und ihrer Arbeit im ländlichen Osten Brandenburgs und die Bemerkungen zu deren heutigen Nutzung verdeutlichen dies, und zeigen, dass es immer darauf ankommt, wie die Menschen staatliche bzw. von der öffentlichen Hand getragene kulturelle Angebote individuell oder auch gemeinschaftlich für sich nutzen, gestern wie heute. Kenneth Anders weist in einem der Gespräche darauf hin, dass die Ambivalenz zwischen kultureller Selbstaktivität und politischer Steuerung kollektiver kultureller Prozesse – oft verbunden mit der Blindheit gegenüber den Bedürfnissen der Menschen – immer mitzudenken sei.
Ob ein engerer Kulturbegriff, der Kultur und Kunst als ein eigenständiges, in der Regel selbstbezügliches System im gesellschaftlichen Gefüge begreift, oder ein weiterer, der Kultur als das begreift, „was vermittelt über die Individuen (als den aktiven sozialen Subjekten) die Erhaltung und Weiterentwicklung der Gesellschaft sichert“ (3), analytisch besser geeignet ist, um Kulturproduktion als Teil der Regionalentwicklung zu verstehen und zu beschreiben, hängt mit davon ab, was unter dem Begriff ‚Regionalentwicklung‘ verstanden wird. (4)
Das führt zu einer zweiten Eingrenzung. Der Begriff ‚Entwicklung‘ unterstellt die Vorstellung eines gerichteten, zielorientieren Prozesses und das Wort ‚Beitrag‘ verstärkt sie. Damit ist die Frage verbunden, was als Region betrachtet wird und was sich entwickeln soll. Ist die Region ein klar bestimmtes geografisches Gefüge, ein sozioökonomischer Raum, eine Verwaltungsebene der Raumordnung, ein Identitätskonstrukt im Sinne von Heimat oder Regionalbewusstsein, ein innovatives Milieu im Sinne einer „lernenden Region“ oder ein kulturlandschaftlicher Handlungsraum? An der Geografie lässt sich kaum etwas ändern (einmal abgesehen von der ökologischen Ausstattung und der Landnutzung), in anderen Bereichen schon. Was soll regional entwickelt werden? Diese Fragen stehen vor der Frage danach, wie es gelingen kann. In den kulturpolitischen Debatten besteht dazu wenig Klarheit.
1 Urbane und rurale oder rurbane/suburbane Kultur
Es gibt signifikante Unterschiede zwischen urbaner und ländlicher Kultur, die aus dem Blickwinkel eines weiteren Kulturbegriffs deutlicher zu Tage treten. Ländliche oder rurale Kultur ist eng an die Aneignung und Auseinandersetzung mit dem Landschaftsraum und der dörflichen Gemeinschaft gebunden, in der gesiedelt wird. Baukultur, Tracht, Traditionen, Bräuche, Gerichte, Handwerk(skunst), Sagen, Märchen, Lieder etc. verweisen auf land-, forst- und wasserwirtschaftliche Arbeits- und Lebenszusammenhänge wie auf in der Landschaft vorfindliche natürliche Ressourcen und umgekehrt. Die Verhältnisse sind unmittelbarer, bis in die sozialen Beziehungen hinein.
Diese Kultur ist ob der Industrialisierung, die technisch hoch vermittelte Arbeits- und Lebensverhältnisse nach sich zieht und nur noch einer schwindenden Minderheit ein Auskommen in der primären Land- und Forstwirtschaft sichert, im Verschwinden begriffen. Kann sie sich nicht reproduzieren, versiegen ihre Quellen – sie verändert sich. Es macht einen Unterschied, ob ich zur Quelle, zum Brunnen oder zum Hauswasseranschluss gehe, einen Morgen sense und die Garben zum Trocknen aufstelle, um sie Tage später in die Scheune zu fahren und zu dreschen. Oder ob ich mit einem vollklimatisierten, stattelitengesteuerten und eine viertel Million Euro teuren Mähdrescher das Getreide hektarweise schneide und sofort dresche. Genauso macht es einen Unterschied, ob ich mit Feldsteinen baue oder mit Ytong; ob ich selbst hergestellte Produkte zum Markt trage oder in den Supermarkt gehe; ob ich zum Fest in der Dorfkapelle aufspiele oder Musik über einen Streamingdienst abspiele.
Dieser Prozess wird meist als Suburbanisierung beschrieben. Im Verlauf dieses Prozesses erfolgt eine Angleichung der Lebensverhältnisse auf dem Land an die in den Städten. Eine gegenläufige Perspektive im Sinne einer Reurbanisierung, um ländliche Erfahrungen und Wissensbestände in städtische Lebensverhältnisse zu integrieren, findet sich eher selten. (5)
Ist die Verstädterung der kulturellen Verhältnisse im Ländlichen bzw. ist die unhinterfragte Ausdehnung städtischer Kultur und der damit einhergehenden Kultur- und Kunstproduktion alternativlos? Einerseits droht der Beitrag ländlicher Kulturen im gesamten Gefüge der kulturellen Verhältnisse in Brandenburg und in Deutschland verloren zu gehen. (6) Andererseits hat das einzelne Dorf als lebensweltlicher Bezugspunkt kaum eine Perspektive. Die dafür nötigen Strukturen sind vielerorts weggebrochen. Das betrifft nicht nur Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft wie Bäcker, Fleischer, Gasthof, Gemischtwarenladen, sondern auch landwirtschaftliche Großbetriebe, die soziale und kulturelle Leistungen im Dorf dauerhaft verantwortet haben. Damit ist individuelle Mobilität eine Voraussetzung ländlichen Alltags, insofern nicht auf intakte Nachbarschaftsbeziehungen zurückgegriffen werden kann.
Das Zentrale-Orte-Konzept ersetzt das Dorf. Tritt die Region, tritt ein kulturlandschaftlicher Handlungsraum als Bezugspunkt an die Stelle des Dorfes? Was gilt es hier zu bedenken, was kann gestaltet werden? Oder geht es nurmehr um die Frage, wie die weitere Transformation des Ländlichen ins Suburbane kulturell flankiert bzw. abgesichert werden kann.
Tritt die Region an die Stelle des Dorfes und bildet ein im weiten Sinn gedachtes kulturelles Korrektiv zur (Groß)Stadt, ist die prägende kulturlandschaftliche Aneignungs- und Arbeits- sowie Lebensweise miteinzubeziehen, so fragmentiert sie lokal auch erscheinen mag. Zudem sind das Wissen und die Erfahrungen der Menschen zu integrieren sowie Formen kultureller Selbstbeschreibung zu fördern und regionales Selbstbewusstsein zu stärken. Künstlerische und kulturelle Arbeitsweisen können ästhetische Erfahrungen er-möglichen, die hierfür einen Betrag leisten. Der Input zum ersten Gespräch von Kenneth Anders zur Arbeit des Oderbruch Museums Altranft und der beigefügte Text „Museen als Instrumente der Regionalentwicklung“ vertiefen diesen Gedankengang.
Wird Regionalentwicklung als Angleichung der Lebensverhältnisse auf dem Land an die der Stadt verstanden, sollten Formen der Kulturarbeit im engen Sinn, zum Beispiel die Ermöglichung zur Kunst- und Kulturproduktion, sowie die Teilhabe der Menschen, gefördert werden – was keine geringe Aufgabe ist.
2 Dörfliche Gemeinschaft und Projektarbeit: woran teilhaben?
Es gibt heutzutage nur wenige kulturelle Formen im Alltag, durch die sich die dörfliche Gemeinschaft als sozialen und kulturellen Zusammenhang erleben und reproduzieren kann. Die ländliche Arbeitswelt leistet das heute nicht mehr. Die Verantwortung für die DDR-Kulturhäuser auf dem Land der 1950er Jahren, die wie ein „Dritter Ort“ (7) funktionierten – mit Gastwirtschaft, Zirkelräumen, Bühne etc. –, ist von den Nachfolgebetrieben der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften oder Volkseigenen Güter nicht übernommen worden. Einige werden noch in der Trägerschaft des Landkreises oder der Kommune als multifunktionale Veranstaltungshäuser betrieben.
Feste und Feiern erscheinen heute als die verbliebenen kulturellen Formate, in denen sich Dörfer als lebensweltlichen Zusammenhang erfahren. Die Qualität dieser Erfahrung wächst in dem Maße, wie die Feste und Feiern aus eigener Kraft und mit den eigenen kulturell-künstlerischen Vermögen gestaltet werden. In erster Linie feiert sich das Dorf dabei selbst. Die Kultur des Selbermachens – von der Essenszubereitung über das Festprogramm bis zur Musik – ist ein Vermögen, dem eine besondere Rolle zukommt. Zu den Gelingensbedingungen dieser Feste gehört ein inklusiver Gemeinschaftssinn, der um die Unterschiede im Sozialen, Ökonomischen oder Politischen weiß, sie aber zweitweise suspendiert. An der Qualität, auch an der künstlerischen Qualität dieser nicht kulturwirtschaftlich zu denkenden Feste, kann und sollte Kulturarbeit nicht nur interessiert sein, sondern gezielt arbeiten.
Dabei kann die Brücke zu Kunst- und Kulturprojekten geschlagen werden. Wer im Dorf in diesen Bereichen tätig ist, ob in der Musikschule, als Künstlerin, Schauspieler, Tänzer, Autorin oder in anderen Bereichen, um am Fest Teilhabe zu ermöglichen, sollte eingebunden werden.
Kann eine Region sich in ähnlicher Weise selbst feiern, um der kulturellen Selbstbestätigung willen? Es könnte für die regionale Selbstbeschreibung als Kern der Regionalentwicklung förderlich sein.
An dieser Stelle ist abermals zu betonen, was sich in den beiden Gesprächen spiegelt: Kulturarbeit kann der Lebensqualität in jeder Region verschiedene Impulse geben, indem sie wie bisher die Produktionsmöglichkeiten von professionellen Akteuren in der freien Kulturszene, die ihren Arbeitsmittelpunkt im Ländlichen haben und ihre Arbeiten auch in der Region zeigen, fördert. Das gelingt, indem Kulturarbeit Vereine in ihren Projekten im Kultur- und Kunstbereich unterstützt, Veranstaltungsräume unterhalten hilft, Museen, Bibliotheken, Musikschulen etc. unterhält. Und das wird mit Erfolg getan. Soll der Beitrag von Kulturarbeit darüber hinaus reichen, braucht es einen anderen Bezugsrahmen. Die Auseinandersetzung mit den eigenen kulturlandschaftlichen Handlungsmöglichkeiten ist eine Option.
3 Beziehungsarbeit für gemeinsame Ziele über strukturelle Grenzen hinweg
Bei aller Komplexität der Themen und Unbestimmtheit des Begriffs der Regionalentwicklung klangen in den beiden Gesprächsrunden verschiedene Gelingensbedingungen von Kulturarbeit an, die an dieser Stelle zusammengefasst werden.
Es braucht inhaltliche Gewichtungen, um auf regionaler Ebene kulturpolitisch gestalten zu können. Das ist die wichtigste Gelingensbedingung von Kulturarbeit – auch wenn die kommunalen Parlamente sich nicht selten vor einer solchen Debatte scheuen. Denn das Enttäuschungspotenzial bezogen auf einzelne Partikularinteressen ist ebenso hoch, wie es Begehrlichkeiten hinsichtlich der Förderung von kulturellen Initiativen gibt, deren Legitimität nicht in Frage steht. Die Mittel auf möglichst viele Projekte zu verteilen, erscheint gerecht, erschwert jedoch das Gelingen einzelner Projekte.
Im Spannungsfeld zwischen engerem und weiterem Kulturbegriff sind solche Schwerpunktsetzungen auf kommunaler wie regionaler Ebene mit Blick auf die für die kulturelle Selbstverwaltung vorhandenen geringen finanziellen Mittel nur schwer herbeizuführen. Es braucht eine kulturelle Form, in die sich viele Akteure einbringen und ihre kulturell-künstlerischen Vorstellungen mit verfolgen können. Eine Synergie ist gefragt, die verschiedene Projekte in einem gemeinsamen Horizont gelingen lässt.
Regionales Engagement erfordert eine kontinuierliche, die verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren und Strukturen übergreifende Beziehungsarbeit und inspirierende Dis-kurse. Kulturarbeit, die regionale Akteure mit verschiedenen Perspektiven, Erfahrungen, Wissensbeständen und Fähigkeiten (von der Landwirtschaft bis zur Kunst, von der Verwaltung bis zur Wissenschaft) einbezieht, die Positionen miteinander in Resonanz bringt und mit einladender Geste im Medium von Kunst und Kultur öffentlich zugänglich macht, ist dafür ein geeignetes Instrument. Solange es ihr gelingt, das welterschließende Potenzial der Künste (8) für diese Arbeitsweise fruchtbar zu machen.
Dafür braucht es eine kulturelle Institution, die sich mit der Bewertung von Positionen anderer zurückhält und dem regionalen Diskurs anheimstellt, welchen Argumenten Geltung zugesprochen wird.
4 Kurze Zeiträume bieten wenige Sicherheiten für die regionale Kulturarbeit
Langfristige regionale Partnerschaften, die sich einem – im weiten Sinn gedachten –kulturellen Ziel verpflichtet sehen, sind eine wichtig Gelingensbedingung. Langfristig meint länger als fünf Jahre, also auch über einzelne politische Legislaturen hinausreichend. Wie das Beispiel ‚Kulturerbe Oderbruch‘ zeigt, können erst solche Partnerschaften ein kulturelles Klima schaffen, um jenseits von kurzfristigen Landes- und Bundesfördermitteln – die oft eigene politische Zielstellungen verfolgen oder kulturelle Innovationen fordern, was die Beteiligung bereits erfolgreicher Formate erheblich erschwert – die nötigen Mittel für gemeinsam definierte kulturelle Ziele zumindest teilweise aus eigener Kraft bereitstellen. Solche regionalen Ressourcen erleichtern die zielgerichtete Fördermittelakquise für einen längerfristigen Arbeitsprozess, in dem viele Akteure auch kurzfristige Projekte umsetzen können.
Dieser Weg ist aufwendig, denn die gewohnten Institutionenlogiken von Museen, Theatern, Kunstvereinen etc. müssen geweitet werden, was ein anderes kulturelles Selbstverständnis voraussetzt. Zudem werden oft finanzielle und zeitliche Ressourcen benötigt, die derzeit nicht selbstverständlich vorhanden sind.
Die Idee der Kulturellen Ankerpunkte im Land Brandenburg (9) könnte die Herangehensweise befördern, langfristige regionale Partnerschaften in den ländlichen Räumen zu unterstützen.
5 Ausdauer und Kraft
Die Leistungsfähigkeit der Kulturwirtschaft und des Kunstmarktes, der die Akteure aufgrund ihrer kulturellen und künstlerischen Produkte, mit Anerkennung und Geld versorgt, ist im Ländlichen sehr begrenzt. Die Abhängigkeit der freien Kunst- und Kulturszene von öffentlichen Mitteln ist hoch, wenngleich das Selbermachen ohne Förderung zunimmt – die damit einhergehenden Freiheitsgewinne scheinen die erforderliche Bescheidenheit bezogen auf die vorhanden finanziellen Mittel aufzuwiegen. Da es keinen Anspruch auf Unterstützung gibt, bleiben die ökonomischen Verhältnisse der Mehrheit der Akteure in diesem Feld prekär.
Insbesondere für kulturelle oder künstlerische Initiativen, die zwar handlungsräumlich orientiert sind, aber von freien Kultur- und Kunstschaffenden getragen werden, die noch keine institutionelle Anbindung haben, ist der Einstieg in das Feld kooperativer regionaler Kulturarbeit schwer. Es dauert mitunter Jahre, vertrauensvolle Partnerschaften aufzubauen, was unter ökonomisch prekären individuellen Verhältnissen eine besondere Herausforderung ist, und schnell scheitern kann. Kulturverwaltungen sollten dieses Engagement kennen, kommunikativ begleiten und ggf. finanzielle Synergien ermöglichen. Es braucht kraftvolle Kulturakteure und auf sich allein gestellt, versiegen die Kräfte schnell. Zur Ausdauer und Kraft kultureller Initiativen gehört die rechtzeitige Übergabe und Übernahme der Verantwortung durch Menschen jüngerer Generationen. Vielerorts und quer durch alle kulturellen Handlungsfelder sind ältere Akteure am Werk, die nach 1989/90 oder wenig später begannen, ihre Ideen umzusetzen und kommunal wie auf Landesebene kulturpolitisch zu verankern. Deren Nachfolge gilt es jetzt oder in naher Zukunft zu klären. Das zweite Gespräch zeigt mit Blick auf die Erfahrungen der Initiativen „Landkunstleben“ und „DoK 15538“, dass dieser Prozess über eine gemeinsame Arbeitsphase, in der über Ziele, Strategien, Kooperationen und Projekte gesprochen wird, gut zu gelingen scheint. Sich als Teil in einen größeren kulturellen Zusammenhang zu stellen, kann förderlich sein.
Ein weiterer Aspekt kam zur Sprache, der hier zu erwähnen ist. Oft lastet die Arbeit in kleinen kommunal getragenen Kultureinrichtungen auf den Schultern nur einer Person, was die inhaltliche Arbeit limitiert und die Konzentration auf Kernaufgaben befördert. Aus dem Gemeinwesen herangetragene Projektideen können nur selten weiterverfolgt werden. Stehen hinter den Ideen keine Vereine mehr, die aktiv werden können, droht das kulturelle Leben in der Gemeinde ärmer zu werden. Eine zeitweise Personalförderung könnte hier Spielräume eröffnen, ist aber selten möglich. Wäre sie leichter möglich, soll ein Nebeneffekt nicht verschwiegen werden: Die Kommune wird als Kulturproduzent tendenziell stärker, das Prinzip der Subsidiarität in der Kulturarbeit geschwächt.
6 Sichere Infrastrukturen
Der Unterhalt von öffentlich zugänglichen Räumen und Strukturen ist teuer. Die Finanzierung der Betriebskosten ist vielerorts ein grundlegendes Problem, insbesondere für kleine Vereine und Heimatstuben, aber auch für größere Kommunen. Die in der kommunalen oder regionalen Kulturarbeit tätigen Akteure können in der Regel diese Kosten über ihre Veranstaltungstätigkeit nicht annähernd erwirtschaften. Sie sind auch in diesem Bereich auf Zuschüsse angewiesen. Diese Ausgaben schmälern wiederum die Mittel, die für die inhaltliche Kulturarbeit zur Verfügung stehen.
Auf der anderen Seite sind große Räume wie die DDR-Kulturhäuser eine wichtige Struktur für Gastspiele von Theatern und Orchestern, da nur sie die Möglichkeit bieten, zumindest diese Veranstaltungen über die Eintrittsgelder zu refinanzieren. Solche Strukturen gehören in den ländlichen Regionen daher zu den Gelingensbedingungen.
Eine verlässliche Grundsicherung kultureller Arbeit ermöglicht Planbarkeit und gehört ebenfalls zu den Gelingensbedingungen. Aber es besteht kein Anspruch darauf, sie muss kontinuierlich erfolgen, was den Prozesscharakter von Kulturarbeit betont und die Frage nach der erfolgreichen Institutionalisierung aufwirft.
Es entstehen immer wieder neue Initiativen. An kultureller und künstlerischer Produktivität mangelt es vielerorts nicht, auch weil viel kurzfristig wirkendes Geld über EU-, Bundes- und Landesförderung in die ländlichen Räume fließt. Die Kommunen und Landkreise können deren Fortbestand, wenn überhaupt, dann nur in Einzelfällen sichern helfen. Viele Projekte bleiben daher temporär, was von den Akteuren auch oft gewollt ist, jedoch nicht immer. Lokal und regional erarbeitete kulturpolitische Zielsetzungen sind eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Projektverstetigungen.
Von den Dritten Orten war bereits die Rede. Es braucht Gesprächsräume in den Orten, an denen sich Menschen austauschen und kennenlernen können, die auch mal anderer Meinung sind. Die Initiative dazu muss nicht immer gefördert werden, die räumliche Struktur aber schon, wo die Gastwirtschaft aus dem öffentlichen Leben der meisten Dörfer verschwunden ist. Das Flair der meist sachlich-funktional gehaltenen Dorfgemeinschaftszentren kann die Kneipenkultur nicht ersetzen.
7 Netzwerke
Immer wieder ist zu betonen: Regionale Netzwerke mit Akteuren (Vereine, engagierte Einzelpersonen, Verbände und Institutionen) aus unterschiedlichen Bereichen über die Kultur im engen Sinne hinaus, also aus der Kommunalpolitik, der Wirtschaft, der Landnutzung, der Bildung etc. sind die Grundlage für erfolgreiche regionsbezogene Kulturarbeit.
Insbesondere die Zusammenarbeit mit den Schulen in einer Region ist wichtig, um kulturräumliche/kulturlandschaftliche Bindungen in den jungen Generationen anzuregen, aufzubauen und kulturell-künstlerische Vermögen zu fördern. Diese Arbeit ist zeitaufwendig und benötigt Verlässlichkeit und Kontinuität in den Beziehungen zwischen den Akteuren auf beiden Seiten. Ohne eine finanzielle Grundsicherung der Projekt- sowie der Beziehungsarbeit ist ein solches Netz schwer zu knüpfen und zu pflegen.
Die Netzwerkpartner sollten ihre eigenen kulturellen und ggf. auch künstlerischen Ziele genau definieren, um den Erfolg der eigenen Arbeit bewerten, aber auch um ihre Erwartungen an und ihre Rolle im Netzwerk bestimmen zu können. Gerade wenn es sich um landschaftsräumlich ausgerichtete Netzwerke handelt.
8 Qualitätsfragen kultureller- und künstlerischer Produktion
Die Qualität der Kunst- und Kulturproduktion wird in der Regel nach genreinternen Kriterien bewertet, die in den global vernetzten Kulturinstitutionen der Metropolen und Großstädte diskutiert und zur Richtschnur werden. Diese Kriterien sind für die Kunstkritik und den Kunstmarkt relevant, eignen sich jedoch nicht, um den Beitrag dieser Arbeiten – egal ob bildende Kunst, darstellende Kunst, Musik oder Literatur etc. – für die Beschreibung und Reflexion eines konkreten kulturlandschaftlichen Handlungsgefüges und ggf. für die Zielsetzungen regionaler Kulturarbeit zu diskutieren. Dafür müssten die Produktionen dieses regionale Gefüge konzeptionell gezielt integrieren und adressieren.
Diese Qualitätsfragen haben einen spürbaren Einfluss auf die regionale Kulturarbeit. Kunstausstellungen etwa laden Künstler ein und adressieren ein Publikum, dem in erster Linie an der künstlerischen und ästhetischen Qualität der präsentierten Arbeiten gelegen ist. Hat sich der Ausstellungsort einen Ruf erarbeitet, kommen auch Künstler und Publikum außerhalb der Region, zum Beispiel Berlin, Frankfurt/Oder oder Potsdam.
Das stärkt den Kunstverein, der das Ganze trägt. Diese nicht regional, sondern qualitativ-künstlerisch ausgerichtete Herangehensweise ist für den Kunstverein und die Menschen, die ihn ausmachen, wichtig. Und wichtig ist auch, dass das Publikum nebenbei die Region als Standort kennenlernt, die in der Kunst eine Rolle spielt.
Regionalität als Auswahlkriterium für die gezeigte Kunst würde den Interessen des Vereins widersprechen. Es braucht Strategien der Vermittlung, um den Verein in regionalbezogene Kulturarbeit mit seinen Qualitätsansprüchen zu involvieren und teilhaben zu lassen. Das kann über Ausstellungen gelingen, die ein regionales Thema künstlerisch beleuchten und zu denen gezielt Menschen eingeladen werden, die zu diesem Thema aus nicht künstlerischer Perspektive etwas beitragen können.
9 Kunst und Kultur als Teil von Suburbanisierung
Die individuellen Produktionsverhältnisse für viele Kunst- und Kulturschaffende werden in den urbanen Zentren zunehmend schwieriger. Daher verlegen viele ihren Arbeitsmittelpunkt ins Ländliche, wo die Kosten für Arbeitsräume geringer und die individuell gestaltbaren Freiräume größer scheinen.
Diese Verlagerung bringt junge, städtisch geprägte Menschen in die Region, die sich auch kulturell beheimaten müssen, um ein gelingendes Leben führen zu können. (10) Abgesehen davon, dass die von diesen Akteuren formulierten kulturellen oder künstlerischen Angebote ein städtisches Publikum nach sich ziehen, verändert dieser Prozess das regionale kulturelle Gefüge samt der Akteurskonstellation.
Die Frage, was ländliche Kultur auszeichnet und wie ihr regional Ausdruck verliehen werden kann, gewinnt auch aus dieser Perspektive an Relevanz. Und das stellt die Kulturarbeit mitunter vor herausfordernde Vermittlungsaufgaben, gemeinsame Bezugspunkte und Diskursrahmen sowie Möglichkeiten der kulturellen Teilhabe und Mitgestaltung im kulturlandschaftlichen Gefüge zu stiften, insofern man sich dieser Aufgabe stellen möchte, was keineswegs selbstverständlich ist.
Spielen Fragen der Regionalentwicklung bei den hinzukommenden Kulturakteuren keine Rolle, bedeutet das kulturpolitisch erst einmal nur, dass die Zahl der Kulturförderung Beantragenden steigt.
Orte und Regionen brauchen aber Künstler, die ihre professionellen Fertigkeiten für Intervention in konkreten Räumen einsetzen. Denn diese künstlerischen Interventionen vermögen das Gespräch über die Geschichte des Ortes auch über die Kulturgeschichte zu öffnen. Und dies ist keine geringe Leistung zeitgenössischer Kunst. Eine Gelingensbedingung ländlicher Kulturarbeit als Teil der Regionalentwicklung ist die Integration orts- und landschaftsbezogener Kunstproduktion.
Zum Ende dieser Thesen sei eine Bemerkung von Kenneth Anders aus dem zweiten Gespräch zitiert, die darauf verweist, dass die Gelingensbedingungen von Kultur auf die Ziele zu beziehen sind, die verfolgt werden sollen. Und für Kulturarbeit, die etwas zur Regionalentwicklung im Ländlichen beitragen soll und will, sind sie noch am wenigsten ausformuliert:
„Es gibt zwei Kulturmodelle. Das eine ist das ländliche, in dem die Kultur nicht für ein Publikum gemacht wird, sondern für sich selbst. Sie tanzen für sich selbst. Sie haben früher Musik für sich selbst gemacht. Was auch immer. Das andere ist das bürgerliche Kulturmodell, das da sagt, wir haben spezialisierte Künstler, die in einer möglichst hohen Qualität für ein bürgerliches Publikum etwas aufführen, und dann kann man sich daran erfreuen. Wir versuchen seit vielen Jahren, ein drittes Modell zu etablieren, das darauf zielt, dass der Gestaltungszusammenhang von Kultur in den Raum hineingreift und möglichst viele Menschen mit ihren spezifischen Fähigkeiten, mit ihrem Wissen daran mitwirken. Sodass es ein Modell für Regionalentwicklung wird, weil man sagt, wenn das in der Kultur gelingt, dann kann es vielleicht auch in der Region gelingen – diese Interaktion, dieses Mit-einander und das Bauen auf einer gemeinsamen geteilten Vorstellung von dieser Welt hier. Aber in den herrschenden Diskursen kommt das nicht vor.“ (11)
Kulturpolitischer DISKURS, intensive BEZIEHUNGSARBEIT, RESONANZ, GELD (für Projek-te und Strukturen), ZEIT, RÄUME, sektorenübergreifende NETZWERKE, Möglichkeiten für MISCHWIRTSCHAFTen, konkreter ORTS- bzw. REGIONSBEZUG, SELBSTREFLEXION, PERSPEKTIVENVIELFALT und TRANSPARENZ sowie kulturell engagierter NACHWUCHS sind dem Gelingen von ländlicher Kulturarbeit im Allgemeinen und als Teil der Regionalentwicklung im Besonderen zuträglich.
Abschließen möchte ich mit einer Bemerkung von Erika Stürmer-Alex: „Es muss doch möglich sein, Kulturaktivitäten aus Vergnügen an der Sache zu machen, aus Freude, aus Beteiligtsein, weil ich das machen will, weil mir das wichtig ist, die Leute zum Beispiel in ein ganz verrücktes Theater zu bringen (…) Da brauchte man keinen Antrag zu stellen. Es kam darauf an, es als wichtig zu empfinden und es zu wollen. Also ich empfinde diese Fragestellung, erst muss ich jemanden finden, der es mitfinanziert, und dann bewege ich mich (…) mir scheint, das ist so in Mode gekommen. Muss das sein?“ (12)
Lars Fischer, Büro für Landschaftskommunikation / Oderbruch Museum Altranft April 2026
Anmerkungen
1 So fasst das Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache (WDG) den Begriff der Kulturarbeit. Rut Klappenbach und Wolfgang Steinitz (Hrsg.): WDG, Akademie Verlag Berlin, 1978, Band 3, S. 2254.
2 In der brandenburgischen Kommunalverfassung sind folgende freiwillige, nicht per Landesgesetzgebung als pflichtig festgesetzte Aufgaben definiert: „Die Gemeinde fördert das kulturelle Leben und die Vermittlung des kulturellen Erbes in ihrem Gebiet und ermöglicht ihren Einwohnerinnen und Einwohnern die Teilnahme am kulturellen Leben sowie den Zugang zu den Kulturgütern“. Kommunalverfassung des Landes Brandenburg (Brandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf) vom 5. März 2024, zuletzt 18. Dezember 2025 (GVBl.I/25, [Nr. 827], S.1).
3 Dietrich Mühlberg: Woher wir wissen, was Kultur ist. Gedanken zur geschichtlichen Ausbildung der aktuellen Kulturauffassung. Verlag der Wissenschaften, Berlin 1983. Weltanschauung heute, Bd. 41, S. 58. Dieser Kulturbegriff weist eine große Nähe zur Volkskunde/Ethnologie auf, fragt aber auch gezielt nach der Rolle von im engeren Sinn kulturellen und künstlerischen Mitteln und objektiven Ausdrucksformen einer gesellschaftlich vermittelten Lebensweise.
4 Marko Ivanišin hat sich intensiv mit verschiedenen Begriffen der Regionalentwicklung auseinandergesetzt. Vgl. dazu: Marko Ivanišin: Regionalentwicklung im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und Identität. Springer, Wiesbaden 2006.
5 Hierzu siehe: Sigrun Langner und Maria Fröhlich-Kulik (Hrsg.): Rurbane Landschaften. Perspektiven des Ruralen in einer urbanisierten Welt. transcript Verlag, Bielefeld 2018.
6 Zur historischen Entwicklung des Dorflebens gibt der Humangeograf Gerhard Henkel einen allgemeinen Überblick. Gerhard Henkel: Das Dorf. Landleben in Deutschland – gestern und heute. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2012. Der Umweltaktivist, Bürgerrechtler und Kenner landwirtschaftlicher Verhältnisse Michael Beleites geht der Frage nach dem Verlust ländlicher Lebensweise aus moralischer Perspektive nach. Michael Beleites: Dorf-Ethos. Für eine Bodenständige Moral. Edition BuchHaus Loschwitz, Dresden 2025. Und zur Frage, was Künstler zu Beginn des 21. Jahrhunderts im Ländlichen interessiert und in welchen Formen sie aktiv wurden, gibt der Sammelband “Kunst und Dorf” für Deutschland, die Schweiz und Österreich einen Überblick. Brita Polzer: Kunst und Dorf. Künstlerische Aktivitäten in der Provinz. Scheidegger & Spiess, Zürich 2013.
7 Zum Konzept des Dritten Ortes vgl. Kenneth Anders und Lars Fischer: Ländliche Entwicklung, gemeinsamer Raumbezug und die Idee des „Dritten Ortes“. In: How-to Dritter Ort. Das Handbuch, hrsg. von ImPuls Brandenburg e. V., Potsdam 2024, S. 26-31.
8 Zur welterschließenden Funktion der Kunst siehe: Martin Seel: Die Kunst der Entzweiung. Zum Begriff der ästhetischen Rationalität. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997 und ders.: Eine Ästhetik der Natur. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1991.
9 Mit dem 2021 gestarteten und vorerst bis 2027 finanziell ausgestatteten Förderprogramm “Regionale Kulturelle Ankerpunkte“ hat das Kulturministerium des Landes Brandenburg erstmals ein ganz auf die Kulturentwicklung im ländlichen Raum gerichtetes Förderprogramm aufgelegt. Es unterstützt Zusammenschlüsse von Kultureinrichtungen und lokalen ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, damit sie sichtbarer werden, sich weiterentwickeln und vernetzen können. Das ist bundesweit einmalig. Zur Philosophie des kulturellen Ankerpunktes Oderbruch Museum Altranft siehe den Input von Dr. Kenneth Anders, Programmleiter im Oderbruch Museum, und seine Thesen in dieser Dokumentation.
10 Zu diesem Thema bezogen auf die Region Oderbruch siehe: Lars Fischer: Heimat Oderbruch. Von Ansprüchen an eine Landschaft. In: Norbert Jung et. al. (Hrsg.): Vom Sinn der Heimat. Bildung, Wandel, Verlust, Gestaltung – Hintergründe für die Bildungsarbeit. Eberswalder Beiträge zu Bildung und Nachhaltigkeit. Opladen, Berlin/Toronto 2014, S. 133-158.
11 Kulturproduktion als Beitrag zur Regionalentwicklung. Neun Thesen und zwei Gespräche über Gelingensbedingungen von zeitgenössischer Kulturarbeit im ländlichen Brandenburg. Die hier dokumentierten Gespräche wurden im Oktober und November 2025 in Kooperation mit dem Projekt „LANDKULTUREN: Teilhabe – Zukunft“ (LaKuTeZu) durchgeführt. Im Projekt „LANDKULTUREN: Teilhabe – Zukunft“ wurden von 2023 bis 2026 die Gelingensbedingungen und Wirkungsweisen der zeitgenössischen Kunst- und Kulturproduktion in ländlichen Räumen erforscht. Als eines von bundesweit 22 Projekten der Förderlinie „Faktor Kultur in ländlichen Räumen“ ist LaKuTeZu an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg am Fachgebiet Stadtplanung angesiedelt und wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Eine Dokumentation bearbeitet von Lars Fischer, Büro für Landschaftskommunikation / Oderbruch Museum Altranft, April 2026, S. 63 - aufzurufen unter https://oderbruchmuseum.de/info-material/
12 Ebenda, S. 69
